04.03.2010 - 15:54 von Delmenhorster Kreisblatt (Klaus Erdmann)
DELMENHORST (ER).
Die Frage, ob nur noch zwölf Tage Zeit bleiben, um den Verein zu retten, beantwortete Manfred Theilen gestern Abend mit einem unmissverständlichen „ja“. Der Sonderbeauftrage des Tennis-Clubs Blau-Weiß Delmenhorst (BWD) berichtete während einer Pressekonferenz aus aktuellem Anlass über den die Hallenfrage betreffenden Stand der Dinge. Der Verantwortlichen bangen zweifelsohne mehr denn je um die Zukunft des Clubs.
Vor einem Monat informierte Theilen darüber, dass man sich mit dem niederländischen Investor Johan Heinrich Weinans über einen Pachtvertrag geeinigt habe, der für beide Hallen gelte und am 30. April ende (wir berichteten ausführlich). Dieser Vertrag, so der Verhandlungsführer, solle in einen Kaufvertrag münden.
Der TC Blau-Weiß und der ebenfalls an der Lethestraße ansässige Hockey-Club an der Delme (HCD) befänden sich ab dem 1.Mai in einem „vertragsfreien Zustand“. Theilen führt aus, dass der Sommerbetrieb auf der Anlage nicht gesichert sei. In der Halle befände sich nämlich die Energieversorgung für die gesamte Außenanlage. Zudem seien dort die Umkleideräume und die Sanitäranlagen untergebracht.
„Weinans will nur beide Hallen verkaufen“, betonte Theilen. Und: „Wir wollen eine Halle kaufen und für die andere Halle jemanden finden.“ Im Rahmen eines Gesprächs mit Oberbürgermeister Patrick de La Lanne erfuhr der BWS-Beauftragte gestern, dass die Stadt nicht zur Verfügung stünde. Theilen: „Nicht als Generalpächter und nicht als Käufer“.
Im Frühjahr, so Theilen, müssten die 17 Plätze einer Grundüberholung unterzogen werden. Dafür seien 16.000 bis 17.000 Euro zu veranschlagen. „Am 15. März müssen wir definitiv wissen, ob uns Strom und Wasser zur Verfügung stehen. Deadline ist am 15. März“, erklärt er mit Nachdruck.
„Wir sind der Meinung, dass die Stadt mit Weinans reden soll, um zu klären, wie die Anlage bewirtschaftet werden kann“, führte Theilen aus. Und: „Es ist wichtig, dass die Stadt einsieht, dass sie hier eine Verpflichtung hat. Es geht darum, dass die Stadt sich einbringt.“