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Der holländische Investor steht dem Rückkauf einer Tennishalle entgegen

18.01.2010 - 17:04 von Delmenhorster Kreisblatt (Dieter Freese)


Festgefahrene Fronten und verhärtete Beziehungen


DELMENHORST (FR).

Der Optimismus, der im Oktober 2008 geherrscht hat, als der Niederländer Johan Heinrich Weinans die Tennishallen an der Lethestraße im Rahmen einer Zwangsversteigerung für ausgesprochen günstige 250.000 Euro gekauft hatte, ist beim Tennisclub Blau-Weiß Delmenhorst großem Ärger gewichen.

Der holländische Investor hat den unterschriftsreif vorliegenden Rückkaufvertrag für eine Halle – dem Vernehmen nach auf Anraten seines Architekten - nicht unterzeichnet.
„Das ist schlecht, wir wissen derzeit selbst nicht, wie es weitergeht“, sagt Manfred Theilen, der unter anderem mit Weinans verhandelt hatte. Er hofft trotz der verhärteten Fronten, „dass es noch zu einer Einigung kommt.“ Es müsse auf jeden Fall noch Gespräche geben. „Es geht doch gar nicht anders“, sagt Theilen, „auch wenn Weinans sichtlich Druck auf die Stadt auszuüben scheint.“


Der Druck, der unter anderem auch dadurch verstärkt worden ist, dass er den Clubs an der Lethestraße schon einmal den Zugang zu den Sanitärräumen verweigert hat, soll letztlich zu einer Änderung des Bebauungsplanes führen. Der aktuelle verbietet dem Holländer derzeit nämlich seine Pläne, an der Lethestraße in einer Halle einen Indoor-Spielplatz zu errichten. Das Gelände an der Lethestraße ist laut Stadt ein Sondergebiet für die Sondernutzung Tennis.
Die zweite Halle wollte der TC Blau-Weiß jetzt zurückkaufen. „Nachdem wir zunächst eine katastrophale Ausgangslage hatten und keinen Kredit bekommen haben, haben wir nun eine Bank gefunden, die uns das Geld geben würde, da ein Vereinsmitglied die Bürgschaft übernehmen will“, plaudert Theilen aus dem Nähkästchen.


Der Ansprechpartner für Weinans sei aber zunächst einmal die Stadt, da das Gelände eine Erbpacht sei und alles zum gesamten Sportgelände gehöre.
„Es sieht im Moment wirklich nicht gut aus“, bestätigt Theilen. „Aber ich glaube immer noch, dass es eine Lösung geben kann.“ Aber erst einmal müsse man die „Luft raus lassen“. Letztendlich müssten sich dann aber vielleicht doch die Anwälte unterhalten.

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